3 Tage lang Fasten! Ich hab‘s getan!

Ich hab Fasten ausprobiert! 3 Tage ohne einen Happen zu beißen… es war hart, seeeeehr hart! Aber ich hab durchgehalten, obwohl ich das am Anfang nie gedacht hätte! Und das Beste : Schatzi war auch sofort überzeugt und hat anfangs super, dann etwas weniger begeistert mitgemacht! Wieso wir das gemacht haben und wies uns dabei ging erfahrt ihr hier:

Blog Sommergirls meine Erfahrung nach 3 Tagen Fasten, der modernen Express Detox Kur

Wieso fasten? Kathrin hat in Frankreich eine Yoga Zeitschrift gekauft in der die Monodiät beschrieben wurde. Und in eben diesem Artikel wurde auch aufs Fasten eingegangen.

Die Vorteile des Fastens liegen auf der Hand; das Fasten ist für unseren Organismus wie eine lang Nacht erholsamen Schlafes für unseren Geist. Es tut eben auch unseren Verdauungsorganen gut ab und zu mal ne Pause einzulegen. Durch das Fasten hat man aber auch weniger Energie, der Kreislauf sackt auch gern mal zusammen. Konsequenz: Man muss automatisch einen Gang runterschalten und sich aus dem gewohnten Alltagsstress ausklinken.

Während dieser Pause wird der Körper entgiftet, die Zellerneuerung angeregt, es stellt sich eine innere Ruhe ein. Nicht alle Vorteile des Fastens können sich in nur 3 Tagen einstellen, aber gut tut es dem Körper allemal!

Und wieso ist Fasten so heilend? Während des Fastens muss das innere Immunsystem nicht mehr mit den Giftstoffen aus der Nahrung klar kommen sondern kann sich ganz und gar auf unseren Körper konzentrieren. Außerdem baut der Körper während dem Fasten auch viel Muskelmasse ab. Ein Teil dieser Eiweiße wird dann zum regenerieren des Immunsystems automatisch mitbenutzt.

Dass man dabei auch abnimmt ist bei 3 Tagen eher Nebensache. Das meiste ist Wasser, man verliert effektiv nur wenige Gramm Fett und das stand für mich auch nicht im Vordergrund. Ich wollte nach der Völlerei diesen Sommer einfach wieder die Zeiger auf null stellen und die Disziplin in meiner Ernährung wieder herstellen.

Wer noch nicht überzeugt ist und etwas mehr Info haben möchte dem empfehle ich diese Arte Doku übers Fasten – super interessant und motivierend!

Fasten und Heilen-Arte Dokumentation„.

Außerdem konnte ich den ersten Tag ganz wunderbar mit schmökern auf der Internetseite http://heilfastenkur.de/

rumbringen! Super Seite

 

Die Vorbereitung

der richtige Zeitpunkt: Ich muss gestehen dass ich den Artikel am Dienstag gelesen hatte und am Freitag den ersten Tag eingelegt habe. Wieso Freitag? Weil der erste Tag wohl am einfachsten ist und ich da noch arbeiten musste. Und dann kommt ja das Wochenende. Für eben dieses habe ich mir NICHTS vorgenommen außer lesen, entspannen, stricken… ein ganzes Wochenende faulenzen, ich weiß gar nicht wann ich mir das das letzte Mal gegönnt hatte! Besser wär aber doch eine Woche Urlaub gewesen um den Körper perfekt vorzubereiten.

2 Tage vorher: Die 2 Tage vorher hab ich schon mal angefangen viel und regelmäßig zu trinken, und darauf geachtet leichte und gesunde Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Normalerweise sollte man da schon auf Alkohol, Zigarette, Kaffee und ähnliche „Giftstoffe“ verzichten. Da meine Schwester aber noch da waren wir einmal Shisha Rauchen und haben Literweise Rosé Pamplemousse gesoffen… naja, man kann nich alles perfekt machen. Am letzten Tag gab‘s dafür aber nur ein Frühstück und Fisch zum Abendessen.

Essen“: Häh? Ich dachte beim Fasten isst man nix? Richtig! Aber nur Wasser is auch nicht gut. Man empfiehlt 3L Flüssigkeit pro Tag, davon Hälfte Wasser, Hälfte Tee. Auch eine Tasse leicht gebrühten Kaffee kann man morgens trinken, so bringt man den Kreislauf in Schwung und er die abführende Wirkung ist gerade in den ersten Tagen sehr wünschenswert! Außerdem wird empfohlen morgens ein großes Glas Zitronenwasser aus abgekochtem Wasser zu trinken. Mittags kann man sich ein bisschen selbst gemachte (!!!) Gemüsebrühe gönnen und Abend ein Glas frisch gepressten Saft ohne Fruchtfleisch. Pflaumensaft schmeckt nicht nur super sondern ein Glas mit 250ml in Wasser verdünnt auf einen Liter bringt den Blutzuckerpegel wieder ins Lot und erleichtert die Darmentleerung durch die Abführende Wirkung. Man merke: ohne Scheisserei keine Entgiftung! Für mehr infos guckt hier: http://heilfastenkur.de/31-Haeufige-Fragen-zum-Heilfasten.htm

 

Es geht los! – Tag 1!

Tag 1 – 8h:

Ich hab jetzt schon Hunger… von Schatzi will ich gar nicht erst anfangen. Wir sitzen mit grummelndem Magen im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Und Freitags gibt’s immer Frühstück in Form von Croissants und anderen Schweinereien im Büro

Schatzi meint er hält nichmal bis Mittag durch aber ich bin fest entschlossen. Heut Morgen hab ich mir erstmal einen Kaffee gegönnt. Kaffee wird beim inzwischen nicht mehr so verteufelt, gerade wenn man einen etwas faulen Kreislauf hat, so wie ich. Allerdings trink ich eine ganze Tasse leicht gebrühten statt einem super kurzen Espresso. Gestern Abend gab‘s noch Muscheln in Sahnesauce mit Reis und Gemüse…. Lecker…. Ich denke sehnsüchtig daran und dabei isses erst 8h morgens!! Ich fürchte Schlimmes….

Blog Sommergirls le rêve de la cassolette de saint jacques

Tag 1 – 10h30:

Ich sitze im Büro und nuckel an meiner Wasserflasche. Der erste Liter ist weg. Ich überlege ob ich mir noch eine Tasse Ekel-Detox-Tee mache aber ich glaub ich muss es mit dem Sadomasochismus ja nicht übertreiben. Lieber Wasserflasche auffüllen. Mein Magen fühlt sich leer an… ich freu mich jetzt schon auf den Smoothie den ich mir Mittags in der Kantine kaufen möchte. Da gibt’s die immer frisch gepresst, aber mit Zuckerzusatz. Also nicht ideal, naja. Ich nehme mir vor mich etwas mehr mit der Materie zu beschäftigen und heut Abend nach der Arbeit im Bio laden vorbei zu schauen um mich mit Zitronen und Pflaumensaft einzudecken. Bis dahin les ich mir im Internet ein paar motivierende Artikel über das Thema durch. Kleiner Tippfehler in Google: Geilfasten…. Naja ich hab Hunger

Tag 1 – 12h:

Mittaaaaaag!!! Und ich lade stolz einen Ananans-Mango-Smoothie und eine Flasche Volvic still auf mein Tablett. Nur um an der Kasse darauf hingewiesen zu werden dass neuerdings der Mindestpreis pro Tablett 2.35 Euro beträgt. Teurer Smoothie… ich bin ziemlich angepisst, will aber nicht auf mein „Mittagessen“ verzichten, auf das ich mich schon den ganzen Vormittag gefreut hab! Am Tisch sieht mein Tablett zwischen paniertem Fisch, Kuchen, Salaten und Ravioli-aufläufen ziemlich mickrig aus, aber wir diskutieren die ganze Mittagspause die Vor-und Nachteile des Fasten. Wirklich nett und ich fand‘s nicht mal schlimm den anderen beim Essen zuzugucken. Hungergefühl hab ich auch keines mehr nach einem Liter Wasser+Smoothie+Mix, ich schöpfe Hoffnung dass ich die 3 Tage durchhalte! Ich muss unbedingt Schatzi fragen wie seine Mittagspause gelaufen ist. Zurück im Büro mach ich mir erst mal ne 0.8 Liter Kanne Fencheltee, den mag ich besonders gern und hat in der Vergangenheit meiner Verdauung immer gute Dienste geleistet. Grüner und Schwarztee wird ja nicht unbedingt empfohlen wegen der aufputschenden Wirkung. Aber Kräutertees sind super. Na denn, prost!

Tag 1 – 16h:

Wochenende!!!! Wir sitzen im Auto und erzählen uns unseren Tag. Schatzi gesteht mir dass er heut morgen 2 Schokocroissants verdrückt, aber mittags nur Gemüse gegessen hat. Naja, ich erklär ihm vorsichtig dass man beim Fasten eigentlich gar nix essen soll. Fasten halt… wir fahren beim Bioladen vorbei um uns mit Pflaumensaft, Zitronen und Gemüse einzudecken. Mich hat der Ehrgeiz gepackt und trotz spontanem Fastenentschluss will ich’s jetzt richtig machen. Jeden Morgen soll’s eine gepresste Zitrone zur Endsäuerung des Körpers geben und der Pflaumensaft ist als natürliches Abführmittel gedacht zur Darmentleerung. Wir stehen sabbernd vor den Keksen…

Auf dem Heimweg reden wir nur vom Essen und mir knurrt der Magen. Ich muss gestehen, ich hab einfach Hunger. Ich trinke Schluck für Schluck ca 200ml Pflaumensaft, der tut verdammt gut!

Tag 1 – 21h:

Ich hab Gemüsebrühe gekocht: 2 Stangen Sellerie, 2 Kartoffeln, 3 kleine Möhren, 1 Zwiebel, etwas frische Petersilie, gute Prise Salz, Muskatnuss und Oregano. Da nur die Brühe gegessen wird lass ich von allem die Schalen dran und schneid das Gemüse nur in grobe Stücke, die dann in einen großen Topf mit ca 1 Liter Wasser kommen. Nach 30min köcheln gibt’s Essen… öhm nein, Trinken! Die 250ml Brühe schmecken super und wärmen angenehm den Magen. Unser Hunger ist verflogen 🙂

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Tag 1 – 22h:

Mein Bauch grummelt erneut, aber diesmal viiiel weiter unten! Ich renne aufs Klo und … Was soll ich sagen, Pflaumensaft funzt definitiv! Noch 2 Mal aufs Klo und ab ins Bett.

Tag 2 – durchhalten!

Tag 2 – 9h30:

Ich stehe langsam auf nachdem ich mich ne Viertelstunde im Bett gestreckt und gewälzt habe. Schatzi ist schon seit 2 Stunden wach und liegt mit seinem Tablett auf der Couch. Ich mache uns jeweils ein ca 200ml Zitronenwasser, also eine Zitrone, Rest Wasser. Will man’s richtig machen kocht man das Wasser vorher ab um die Moleküle aufzuspalten und es besser verdaulich zu machen. Das nächste Mal… mir kommt das Zitronenwasser saurer vor als sonst, ich trink das eigentlich jeden Morgen!? Schatzi veräppelt mich und meint er hätte sich heut morgen eine Tüte Chips reingezogen. Mir fällt die Kinnlade runter und ich stell ihn mir in einem Meer aus Chips vor. Aber nein nein, war nur ein Scherz, er ist brav geblieben.

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Tag 2 – 11h:

Wir machen den Fernseher an und merken erst mal wie viel Werbung für Fressen gemacht wird, mir ist das vorher nie aufgefallen! Schatzi jammert dass er Hunger hat und jetzt gern so ein richtiges Steak verdrücken würde. Wir schalten einen Sender weiter und glotzen direkt auf ein dickes fettes Côte-de-boeuf, perfekt gegrillt mit Barbecuesauce obendrauf. Oh mann… ich hätt‘ fast in die Oberschenkel meines Hundes gebissen. Wir erzählen uns noch kurz von der besten Fressdoku auf Arte die wir je gesehen haben und schauen den Rest vom Dschungelbuch an, bei dem ich gestern Abend eingeschlafen bin.

Tag 2 – 13h:

Schatzi warnt mich vor dass er spätestens morgen Mittag das Fasten brechen will, er hält das nicht durch. Ich versuch ihn zu motivieren, sind ja eigentlich nur 3 Tage! Ich selbst hab eher Phasenweise Hunger, aber die meiste Zeit fühl‘ ich mich erstaunlich gut und ausgeglichen. Ich mach aber allgemein etwas langsamer heut, ich merk schon dass ich weniger Energie habe.

Tag 2 – 15h:

Es gibt wieder etwas Pflaumensaft mit Wasser verdünnt und ich koche Gemüsebrühe wie am Vortag. Schatzi schläft, wacht aber vom Geruch der Gemüsebrühe auf und fragt wann’s „trinken“ gibt 🙂 Ich schlage ihm vor für ihn etwas Gemüse zu pürieren damit er wenigstens ein bisschen was in den Magen bekommt. Er lehnt tapfer ab….

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Meine Zunge ist ganz belegt mit weiß und gelbem Etwas. Das scheint wohl normal zu sein und ist ein Zeichen dass der Körper Giftstoffe aus dem Körper schwemmt. Es klappt also!

Tag 2 – 18h:

Nach der Gemüsebrühe vorhin hab ich mir erst mal ein schönes Nickerchen gegönnt. Das Aufwachen danach fällt etwas schwer, ich fühle mich müde und ich habe einen ordentlichen Appetit. Schatzi meint er würde nicht durchhalten und fragt ob ich Bock auf Sushi hätte. Gott scheiße ja! Aber stattdessen zieh ich mir meinen Bikini an und geh ne Runde im Pool schwimmen. Das Wasser kommt mir eisig vor. Und trotz 30° Aussentemperatur friere ich wie Espenlaub beim rausgehen, meine Finger sind weiß. Ich gehe direkt unter eine warme Dusche und denke mir dass man das als Wechselbad durchgehen lassen kann 🙂

Schatzi hält nicht durch… er geht auch unter die Dusche und will danach Nudeln mit Gorgonzolasauce machen. Ich bin gefrustet, enttäuscht und befürchte selbst nicht durchzuhalten wenn mir erst mal der Duft in die Nase steigt. Ich nehme mir fest vor standhaft zu bleiben. Ich klaue seinen Pflaumensaft und mische 100ml mit 300ml Wasser. Ich hab einen furchtbaren Mundgeruch und einen ekligen Geschmack im Mund. Ich gurgel etwas Kokosnussöl um die Bakterien abzutöten. Und mir ist immer noch kalt.. also zieh ich die Wollhausschuhe an die mir Schatzi Mama letzten Winter gestrickt hat. Draußen hat’s noch 29°…

Tag 2 – 21h:

Schatzi konnt nimmer und hat sich einen Salat gemacht. Wenigstens gabs keine Nudeln in fetter Sauce, so vernünftig war er dann doch. Er meint allerdings er hätte noch mehr Hunger nach dem Fastenbrechen, was anscheinend normal ist. Ich erkläre ihm dass er nu wirklich stark sein muss um nicht dem befürchteten Jojo-Effekt nach dem Fasten zu erliegen. Ich bin eisern geblieben, was mir aber erstaunlich leicht viel.

Tag 2 – 22h:

Es geht ins Bett. Ich lasse die Wollsocken lieber an da ich etwas prickeln im Hals habe. Schatzi meint er habe das auch. Komisch, ich hätte eigentlich nicht damit gerechnet dass ich vom Fasten krank werde. Auf dem Weg ins Schlafzimmer wird mir leicht schwarz vor Augen, da bin ich wohl zu schnell von der Couch aufgestanden. Geht aber gleich vorbei.

Tag 3 – Endspurt!

Tag 3 – 9h:

Dritter Tag!! Ich bin soooo happy dass ich bis hierhin ausgehalten habe und bin fest entschlossen den letzten Tag auch noch durchzuziehen! Ich lümmel etwa 15 min im Bett bevor ich mich wach genug fühle um aufzustehen. Der Urin ist schon etwas heller (hellgelb), riecht aber noch unangenehm, mein Körper schwemmt also noch Giftstoffe aus. Die Zunge ist auch noch belegt, aber nicht mehr ganz so pelzig wie gestern. Und meine Kehle fühlt sich trocken an, obwohl ich mir sicher bin dass ich gestern genug getrunken hab.

Schatzi ist bereits seit einer Stunde wach und hat auch schon leicht gefrühstückt. Gott sei dank, so muss ich ihm nicht beim Essen zugucken. Ich schenke mir ein Glas Pflaumensaft ein und mach uns Kaffee. Meinen verdünne ich mich reichlich heißem Wasser. Bei einem grossen Becher Kaffee plane ich meine Ernährung während der Aufbautage:

Aufbautag 1: Morgens ein Apfel, Mittags ein Salat mit einem Naturjoghurt, für das kleine Hüngerchen am Nachmittag eine Banane, Abends eine Süsskartoffel mit etwas Ziegenfrischkäse und Pinienkernen.

Aufbautag 2: Morgens ein selbst gemachter Smoothie, Mittags wieder Salat mit Ei und einem Smoothie, wieder eine Banane für Nachmittags, Abends eine Gemüsesuppe.

Den dritten Tag hab ich noch nicht geplant.

Tag 3 – 12h:

Es gibt wieder Gemüsebrühe!! Ich freu mich schon wie ein Schnitzelchen und schnibbel mit Herzenslust mein Gemüse. 3 Stangen Sellerie, eine Zwiebel, eine Kartoffel, 2 Rüben, Petersilie und 3 kleine Karotten. Nach dem Sieben noch mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss verfeinert, fertig! Schatzi macht sich eine Champignonsuppe. Er bereut es ein bisschen nicht durchgehalten zu haben.

Der nicht verdünnte Pflaumensaft mit einer Tasse Kaffee hat meine Verdauung wieder ordentlich in Schwung gebracht und ich musste schon 3 Mal eilig aufs Örtchen. Ein gutes Zeichen denn ich habe das Gefühl dass heute, am dritten Tag, die Entgiftung so richtig angelaufen ist!

Tag 3 – 12h:

Es gibt wieder Gemüsebrühe!! Ich freu mich schon wie ein Schnitzelchen und schnibbel mit Herzenslust mein Gemüse. 3 Stangen Sellerie, eine Zwiebel, eine Kartoffel, 2 Rüben, Petersilie und 3 kleine Karotten. Nach dem Sieben noch mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss verfeinert, fertig! Schatzi macht sich eine Champignonsuppe. Er bereut es ein bisschen nicht durchgehalten zu haben.

Der nicht verdünnte Pflaumensaft mit einer Tasse Kaffee hat meine Verdauung wieder ordentlich in Schwung gebracht und ich musste schon 3 Mal eilig aufs Örtchen. Ein gutes Zeichen denn ich habe das Gefühl dass heute, am dritten Tag, die Entgiftung so richtig angelaufen ist!

Tag 3 – 17h:

Ich bekomme plötzlich tierisch Hunger. Eigentlich wollte ich das Fasten erst morgen früh brechen aber das wird jetzt wirklich schwer! Ich hatte auf heilfastenkur.de gelesen dass der Körper signalisiert wenn er wieder Nahrung haben möchte, eben durch ein plötzliches Hungergefühl. Die letzten 2 Tage hatte ich mehr Appetit als alles andere, jetzt habe ich Hunger. Auf dem Weg zur Toilette wird mir Schummrig, ich beschließe das Fasten zu brechen. Ich mit meinen 65kg auf 1m77 und einem etwas schwachen Kreislauf hab vielleicht nicht genug Reserven für ein ausgedehntes Fasten. Ich koche also das Gemüse vom Mittag nochmal kurz auf und püriere 3 Schöpflöffel in einem Mixer mit etwas Brühe.

Tag 3 – 18h:

Es gibt Gemüsesuppe! Aber nur einen Teller und feinst püriert. So richtig dran freuen kann ich mich aber nicht. Es fehlt einfach an Konsistenz. Ausserdem wurde als erste Mahlzeit etwas frisches mit Säure empfohlen, um die Magensäure zu unterstützen. Ich gehe in den Garten und pflücke eine kleine Schüssel mit Kirschtomaten die ich genüsslich und langsam futtere. Was ein Genuss! Selten hat eine Kirschtomate so lecker geschmeckt! Dazu gönne ich mir noch ein paar trockene Kracker. Ich nehme eine Packung Blaubeeren aus der Tiefkühltruhe für morgen früh.

Tag 3 – 22h:

Es geht ins Bett. Ich fühle mich nach der „Mahlzeit“ deutlich gestärkt! Keine Kreislaufprobleme mehr, aber im Bett meint Schatzi zu mir ich hätte die Heizung angeschmissen und fasst mir besorgt an die Stirn. Ich habe kein Fieber, fühle mich auch super gut, aber mein Körper scheint die neuen Kalorien direkt in Körperwärme umzusetzen. Ich begrüsse das, zum ersten Mal dieses Wochenende ist mir wohlig warm…

Ich hab’s geschafft!!! Also, FAST geschafft 🙂

Aufbautag 1 – 8h:

Ich brauche immernoch ca 30 min um aus dem Bett zu kommen. Ich lass es langsam angehen, immerhin ist Montag Morgen, da kann man auch erst um 10h ins Büro schneien. Ich trinke eine Tasse Kaffee und wir quatschen bis es ins Büro geht. Die Blaubeeren nicht vergessen! Das wird ein Festmahl nachher im Büro! Ich nehme mir fest vor auch die Aufbautage gut durchzuziehen und ich bin schon stolz auf mich dass ich die 3 Tage durchgehalten habe. Ich stelle mich nochmal auf die Waage; 63,8 statt 65,5 am Freitag. Ich nehme an das wird schnell wieder hoch gehen, ist ja nur Wasser was da in 3 Tagen verloren wird.

Aufbautag 1 – 10h:

Im Büro hab ich schon fast vergessen dass ich 3 Tage Fasten hinter mir habe. Mir geht’s super, ich trinke Fencheltee und knabbere genüsslich meine Blaubeeren. Das war ne Spitzenidee die zu Hauf zu kaufen als sie günstig waren und sie einzufrieren!

Aufbautag 1 – 12h:

Ab in die Kantine. Es gibt Salat mit etwas Ziegenkäse und einem Ein, dazu einen Naturjoghurt. Vielleicht etwas viel Milchprodukte, aber Ziegenmilch ist ja bekanntlich etwas verträglicher als Kuhmilch. Und leider ist das der einzige Salat der angeboten wird also egal… es schmeckt alles super gut und ich muss ein bisschen Salat übrig lassen weil ich so satt bin. Ich habe mir noch eine Banane gekauft als Snack für heut Nachmittag.

Aufbautag 1 – 16h30:

Feierabend! Der Tag ist so schnell rum, unglaublich! Ich mach mir meine zweite Kanne Fencheltee des Tages und knabber meine Banane. Ich habe das Gefühl meinem Körper was Gutes zu tun und das fühlt sich richtig toll an! Ich mache meine To – Do Liste für den morgigen Tag, meine Einkaufsliste für nachher und packe zam.

Aufbautag 1 – 17h30:

Auf dem Weg nach Hause fahre ich noch schnell beim Supermarkt vorbei und kaufe etwas Gemüse, ein paar Früchte und ein bisschen Ziegenkäse. Ich nehme an das sollte für die Woche reichen. Daheim leg ich mich erstmal 2 Stunden unters Auto, bei dem ich den Motor komplett überholt habe und das nu wieder zamgebaut werden muss. Hunger hab ich keinen, aber ein Bierchen wär echt nicht schlecht!

Aufbautag 1 – 21h:

Ich habe 4 mittelgrosse Süsskartoffeln für 1h30 in den Ofen geschoben. Schatzi war noch beim Fussballtraining nach der Arbeit und schneit jetzt mit Bärenhunger zur Tür herein. Die Süsskartoffeln sind super weich und karamelisiert, einfach aufschneiden, aufklappen, ein grosser Klacks Ziegenfrischkäse drüber und guten Appetit! Und das macht erstaunlich satt, ich muss nach einer aufgeben…

Kurz nach dem Abendessen fall ich allerdings ins Bett. Der Tag war anstrengender als gedacht…

Aufbautag 2 – 7h:

Wir sind früher als sonst auf den Beinen und trinken einen Kaffee bevor ich meinen Mason Jar mit Zitronenwasser befülle und es Richtung Arbeit geht. Diesmal hab ich vergessen mit Heidelbeeren aufzutauen, also pflücke ich ein paar Feigen im Garten und nehme sie mit.

Aufbautag 2 – 10h:

Die Feigen sind einfach nur köstlich! Eine Spitzenidee die mitzunehmen Ich mach zwar jede auf bevor ich reinbeisse um sicher zu gehen dass kein Wurm drin ist aber bisher waren alle clean und delicious!

Aufbautag 2 – 12h:

Schon Mittag?!? Die Zeit verfliegt regelrecht! Ich hab heut Morgen Tausend Dinge erledigt, ich fühle mich motiviert und voller Energie wie schon lang nimmer! Ich glaub diese Mini-Fastenkur hat meinen Körper richtig gut getan!

In der Kantine werde ich allerdings schwach und lade mir ein Zitronenhühnchen mit Couscous aufs Tablett, dazu 2 gekochte Eier mit etwas Béarnaise. Eigentlich wollt ich noch bis morgen warten bis wieder Fleisch auf dem Speiseplan steht aber das roch so lecker! Und tatsächlich schmeckt das Gericht für Kantine erstaunlich gut. Ich esse bewusst langsam und kaue lange. Am Ende muss ich den ganzen Couscous übrig lassen weil ich schon satt bin. Ein toller Nebeneffekt des Fastens ist nämlich nicht nur das bewusstere Essen und die gesunde Ernährung, sondern auch dass sich der Magen zamzieht und man schnell satt wird, vorausgesetzt man hört auf seinen Körper.

Aufbautag 2 – 15h:

Da ich Mittags vergessen habe mir eine Banane mitzunehmen knabbere ich noch 2 Feigen… miam!

Aufbautag 2 – 17h:

Feierabend! Wir sitzen fröhlich im Auto und erzählen uns den Tag. Die Stimmung ist ausgelassen, relaxt und ich vergesse glatt dass 3 Fastentage hinter mir liegen. Daheim geht’s erstmal wieder für ne Stunde unters Auto, danach machen wir uns einen Salat aus Mais, Tomaten und Mozzarellakugeln. Unsere Ernährung ist wieder etwas arg Käse-lastig, aber nobody is perfect right?

Aufbautag 2 – 21h:

Schatzi ist nach Aix gefahren um sich mit seinem besten Kumpel auf ein oder zwei Bier zu treffen. Ich sitze vor der Glotze und stricke gemütlich vor mich hin bis mir die Augen zufallen und ich mich ins Bett schleppe. Ich weiss nicht ob meine Abendmüdigkeit vom Fasten kommt aber es tut gut so gut zu schlafen!

Aufbautag 3 – 7h:

Business as usual! Es gibt Kaffee und Zitronenwasser. Auf Arbeit futtere ich noch Feigen vom Vortag und mach mir eine grosse Kanne Tee. Die Fastenzeit ist endgültig vergessen.

Aufbautag 3 – 12:

Mittags nehme ich mir einen Salat und einen Smoothie in der Kantine. Lecker, aber nix besonderes. Ich freue mich auf heut Abend, da wollt ich ein bisschen aufkochen

Aufbautag 3 – 17h:

Feierabend! Es geht wieder für eine kleine Stunde in die Arbeitsklamotten, bissi Haushalt, Wauzi bespielen, alles in allem ganz normal halt Dann mach ich ein Hühnchen Auflauf. Dafür mache ich erstmal Kartoffelpüree mit Muskatnuss und Sahne. Nebenher dünste ich eine Zwiebel in etwas Olivenöl auf kleiner Flamme glasig, gebe die klein geschnibbelte Hühnchenbrust dazu, 6 (ja so viel!) in Scheiben geschnittene Knofizehen, ca 200ml Sahne und lass das alles auf kleiner Flamme ca 20min köcheln bis die Flüssigkeit etwas reduziert ist. Dann mit Salz und etwas zerbröseltem Brühwürfel abschmecken und ab damit in eine gefettete Auflaufform. Drüber kommt das Kartoffelpüree, und etwas Käse und ab damit in den Ofen zum grattinieren des Käse für ca 10min bei 180° damit der Käse schmilzt und dann auf Grill stellen damit er eine Kruste bildet.

Schatzi ist ganz begeistert und ich muss gestehen dass das suuuper lecker schmeckt! Er meint sogar das sei eines meiner besten Gerichte das ich je gekocht hätte. Na wenn das kein passendes Ende der Fastenzeit ist!!

 

Fazit:

Die 3 Tage Fasten waren eine super Erfahrung die ich nächstes Jahr wiederholen, und eventuell auf 5 Tage ausweiten möchte! Ich hatte wirklich das Gefühl meinen Körper etwas Gutes zu tun und ihn zu entgiften.

Die Vorteile der 3 Tage Express-Kur meiner Meinung nach:

  • Super Effizient Detox Kur, vor allem in so kurzer Zeit!
  • Das Bewusstsein für gesunde Ernährung öffnen
  • Kleinerer Magen danach -> man ist schneller satt
  • Das viele Wasser tut dem Organismus gut
  • Relaxend, da man eh nicht viel tun kann während der Zeit
  • Ein tolles Körpergefühl danach, fast wie frisch geboren!

Die Nachteile und Schwierigkeiten mit denen ich zu kämpfen hatte:

  • Energiemangel und leichte Kreislaufprobleme
  • Kältegefühl
  • Belegte Zunge, schlechter Atem
  • Bissiger Körpergeruch, den aber anscheinend nur ich selbst wahr genommen habe

Also keiner der Nachteile wird mich davon abhalten das in Zukunft nochmal zu machen! Ich fands nur Schade dass der berühmte „Energieschub“ bei nur 3 Tagen Fasten noch nicht einsetzt, deshalb möchte ich das gern beim nächsten Mal etwas ausdehnen.

Aber machen wir uns nix vor, es war schon zeitweise schwer den Versuchungen zu widerstehen, und vor allem in den Aufbautagen! Fasten ist perfekt für alle diejenigen die ihren Körper in kürzester Zeit etwas Gutes tun möchten, sich dabei aber sicher sind über die erforderliche Sado-Maso-Selbstdisziplin zu verfügen. Gibt man nämlich während des Fastens den Gelüsten nach ist das Schlimmer als sonst, da der ganze Verdauungstrakt auf Stand-By gesetzt wird und eine Riesenpizza ihn da natürlich heillos überfordern würde! Für diejenigen, die da an ihrer Willensstärke Zweifel haben würde ich deshalb dringend vom Fasten abraten, es gibt schließlich noch mehr als Genug andere Methoden seinen Körper auf sanfte Art zu entgiften.

Also denn, ich hoffe dieser kleine Bericht von 5 Seiten hat euch gefallen

XoXo

Isi

2 comments

  1. Doris says:

    Na, seid Ihr auch auf den Geschmack gekommen? aber noch einige Tips… wenn Ihr am Vortag Glaubersalz trinkt – ich weiß, es ist scheußlich, aber es gibt inzwischen auch eine besser schmeckende Variante aus der Apotheke, aber ich weiß leider nicht, wie sie heißt,- dann ist der Darm gleich leer und somit das Hungergefühl in den ersten 2 Tagen eigentlich auch nicht da. Das Hungergefühl entsteht nämlich, solange der Darm nicht leer ist und daher „Hungerenzyme“ produziert. Wie Du (Isabel) schon gemerkt hast, ist nach dem 2. Tag (und der entsprechenden Darmentleerung) alles nur noch halb so schlimm… daher ein Tipp… halte das nächste Mal 5 Tage durch. Das Problem ist nämlich, dass sich der Leberkereislauf am 2. Tag (daher danach entgültig kein Haungergefühl mehr) auf Eigenfettverwertung umstellt. Wenn Du jetzt am 3. Tag bereits wieder anfängst zu essen, ist die Belastung für die Leber (2 x umstellen) innerhalb von 2 Tagen enorm. Besser ist es daher, gleich 5 Tage zu fasten und während der Fastentage die Leber durch einen Leberwickel (warmes feuchtes Tuch auf den rechten Oberbauch, mit einem trockenen Handtuch abdecken und 30 Minuten liegen) sehr zu empfehlen. Aber fürs erste Mal habt Ihr beide gut durch gehalten. Prima…

    • Isi says:

      Danke Mama für die super Tips!! Werden bei der nächsten Fastenkur gleich umgesetzte 🙂 Glaubersalze bekomm ich in Frankreich natürlich nicht, aber vielleicht kannst du mir welche an Weihnachten mitbringen?
      Bussi bussi!
      Isi

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