BARF – Was kann in den Napf – was nicht? Obst und Gemüse

Hi ihr Lieben,

hiermit folgt der nächste Teil zum Thema Barfen. Nachdem ich schon das Thema Fleisch und Öle und Fette recht ausführlich beschrieben habe, widme ich mich heute dem Obst und Gemüse.

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Durch die Fütterung von Obst und Gemüse bekommt der Hund viele Vitamine, Pflanzeneiweiße, Kohlenhydrate, Enzyme, Ballaststoffe und Mineralstoffe zugeführt.

Ca. 30 % der Tagesprotion sollte aus vegetarischer Kost bestehen. Da Hunde aber die Zellstrukturen von Pflanzen nicht aufbrechen können, da sie nicht die passenden Enzyme im Körper haben, sollte die pflanzliche Kost immer mechanisch behandelt werden, oder erhitzt werden. Entweder benutzt ihr dazu einen Mixer zum Kleinpürieren, oder ihr schmeißt das Obst und Gemüse kurz ins heiße Wasser, damit es weicher wird.
Damit Euer Hund die pflanzliche Kost auch gut verwerten kann, sollte immer auch etwas Öl zum Futter dazu gegeben werden, was die Verwertung und Verdauung unterstützt.

Ich habe mich in einigen Obst und Gemüsesorten schon ausprobiert, fangen wir mal mit dem Obst an.

Beim Obst sollte man generell immer die Schale, Kerne und Steine entfernen, da diese vom Hund nicht verwertet werden können oder gegebenenfalls giftig sein können (z. B. Aprikosenkerne, die Blausäure abspalten kann, die tötlich ist) . Auch reifes und überreifes Obst, kann gegeben werden, Hauptsache es schimmelt noch nicht. Aber je reifer, desdo wichtigere Enzyme enthält das Obst.

Ausprobiert habe ich schon Äpfel, Bananen, Birnen, Beeren (z. B. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Blaubeeren), Melonen – für die Paul sterben würde, Papays, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen, genauso wie Ananas, Datteln und Cranberries. Bei Ananas muss man nur aufpassen, dass man nicht zu viel füttert, da sie den Magen schnell übersäuern.

Ein Wort zu Weintrauben. Weintrauben genauso wie Rosinen sind absolut nichts für den Hund, da sie einen Inhaltsstoff enthalten, der Nierenschäden auslösen kann. Also gar nicht erst verfüttern !!!

Nun zum Gemüse. Folgende Gemüsesorten sind für den Hund gut verträglich:

Karotten, Fenchel, Radieschen, Rettich, rote Beete, oder Pastinaken. Karotten enthalten Carotin, Vitamine, 20160206_135437 Mineralstoffe und Pektin, was das Immunsystem auf Trab hält. Fenchel enthält viel Vitamin-C. Bei der roten Beete sollte man nicht zu viel auf einmal füttern, da sie Kalcium bindet. Aber in Maßen sind sie gut verträglich.
Pastinaken habe ich erst du Paul wieder entdeckt. Sie sind sehr eiweißreich, enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe.
Alles Wurzelgemüse bis auf die Karotten und die Radieschen koche ich immer, da das Gemüse für Eure Wauzis dann viel verträglicher ist als im rohen Zustand.

Kürbis, Gurke und Zucchini sind auch super zum Verfüttern geeignet. Kürbis kaufe ich im Herbst meistens schon in klein geschnibbelter Form, dann nur noch mal kurz ins heiße Wasser geschmissen, und kurz 2-3 Minuten gekocht. Dann hat man ein gutes Mittel bei Verstopfungen.
Gurken sind Pauls absolutes Lieblingsgemüse. Er würde dafür morden. Sie sind energiearm aber auch harntreibend. Falls die Schale zu bitter schmeckt, schält sie einfach, dann könnt ihr die Gurke immer noch verfüttern.
Zucchini hab ich erst vor ca. 4 Wochen ausprobiert, finde dies aber ein super Gemüse. Sie enthalten viel Vitamin B1, Schleim- und Bitterstoffe und Mineralstoffe. Allerdings sollten Zucchini immer geschält werden, da die Schale Stoffe enthalten, die für Hunde nicht verträglich sind.

Blattgemüse ist auch sehr gesund. Dazu gehören beispielsweise Kopfsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Blattsalat oder Chicoree, genauso wie Rucola, Lollo Rosso oder Romanasalat. Grüner Salat sind sehr vitaminreich, enthalten hochwertiges Eiweiß und Mineralstoffe. Ich mache aus dem Salat mit etwas Wasser und einem Öl einen Püriermix, dazu noch ein paar Karotten, und dann hat man einen für Hunde leckeren Gemüsebrei.
Man kann auch einfach Karottengrün oder Kohlrabiblätter (bitte nur die Blätter, die Stängel schon nicht mehr) aus dem Supermarkt einsammeln und mitpürieren.

Kohlsorten wie beispielsweise Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing oder Rosenkohl sind nicht geeignet für Hunde, da sie Blähungen auslösen. Ich lasse sie freiwillig weg, da ich nicht die ganze Zeit einen pupsenden Hund neben mir liegen haben möchte.

Tomaten, Paprika, Auberginen, Peperoni oder ungekochte Kartoffeln sollten nicht verfüttert werden da sie Giftstoffe enthalten, genauso wie Hülsenfrüchte wie beispielsweise Linsen, Erbsen oder Bohnen nicht verfüttert werden sollten, da sie Blähungen und Krämpfe auslösen können.
Süßkartoffeln oder normale Kartoffeln kann man verfüttern, allerdings immer nur im gekochten Zustand. Ich nehme wenn überhaupt mehlig kochende Kartoffeln, bin aber meistens sowieso bei anderem Gemüse angelangt.

Zwiebeln oder Lauchsorten sind auch absolut nichts für Hunde, da sie eine Anämie auslösen können. Also bitte gar nicht erst auf die Speißekarte !!!

So, hab ich was vergessen? Ich glaube nicht. Ich hoffe ihr habt nen guten Einblick bekommen, und könnt damit was anfangen.
Laßt euch einfach mal vom Supermarktangebot inspirieren und probiert die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten aus. Euer Hund wird Euch recht schnell selber zeigen was ihm schmeckt oder nicht.
See you soon !!!

XOXO

Jule

 

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