BARF – Was kann in den Napf – was nicht ? Fleisch

Hi ihr Lieben,

nachdem ich gestern Paul´s Krankheitsgeschichte gepostet habe, und wie er mit dem Barfen seine Allergien los wurde, kam mir heute morgen, dass es noch nice sein könnte, wenn ich hier auch ausführe welche Lebensmittel zum Barfen verwendet werden können.

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Bin selber noch am Erweitern und Ausprobieren wenn ich mal wieder neue Früchte oder Lebensmittel eingekauft habe, aber da ich schon so Manches ausprobiert habe, kann ich diese Erfahrungen ja schon mal weitergeben.

Mit was fangen wir an. Am Besten mit dem Fleisch !!!!

Das Fleisch sollte immer die Hauptkomponente im Hundenapf darstellen. Klar kann man auch mal ein oder zwei Tage nur vegetarische Kost in den Napf geben, aber danach wieder Fleisch mit untermischen. Um den täglichen Eiweißbedarf abzudecken, sollten ca. 20 % der Futterration aus rohem Fleisch, oder z. B. Hüttenkäse bestehen. Hüttenkäse ist für mich eine gute Alternative, wenn ich gerade mal vergessen habe die Fleischportion aufzutauen, Paul aber trotzdem seine Eiweißportion zuführen möchte.

Im Barf-Shop besorg ich ab und an Knorpel mit Fasern, Sehnen und Fett, da sie viele Mineralstoffe beinhalten.

Ansonsten gibt es im Handel fast Alles was das Hundeherz begehrt. Ich habe in Sachen Fleisch bisher Rind- und Kalbsfleisch verfüttert, genau wie Lamm, Pferd, Kaninchen genauso wie Hünchenfleisch.

Absolut die Hände weglassen sollte man von rohem Schweinefleisch !!!!
Rohes Schweinefleisch, egal ob nun vom normalen Schwein oder vom Wildschwein kann den Aujeszky-Virus in sich tragen, und der kann tötlich sein. Also Finger weg von Schweinefleisch, denn man will seinem Liebling ja nichts geben, was ihn gefährden könnte, oder?

Da Paul beispielsweise gegen Putenfleisch allergisch ist, kann ich dieses Fleisch einfach ausschließen, und schon hab ich dieses Problem nicht mehr. Putenfleisch könnt ihr aber natürlich trotzdem verfüttern.

Eine absolute Delikatesse für Paul ist Rindermagen, grüner Pansen genannt. Dazu eine kleine Ausführung. Wenn ihr grünen Pansen verfüttert bekommt euer Hund die Mineralstoffe und Vitamine die er braucht. Grüner Pansen ist der Magen samt Inhalt von Kühen.
Bei grünem Pansen wird euer Hund nen Salto rückwärts machen, da er grünen Pansen so lecker findet. Allerdings muss ich zugeben, dass grüner Pansen schon im gefrorenem Zustand müffelt wie 20 Stinktiere, die ne Party feiern. Und nun stellt Euch den grünen Pansen im aufgetauten Zustand vor. Ich glaub mehr muss ich nicht erzählen, oder?
Also geht nur eins. Entweder ihr habt die Möglichkeit grünen Pansen irgendwo draußen zu füttern, oder ihr macht von Anfang an die Fenster sperrangelweit auf und klemmt Euch ne Nasenklemme auf die Nase…
2x pro Woche verfüttert, damit seit ihr an Eurem Schnüffel-Geruchslimit angelangt, und Euer Hund hat Alles was er braucht.

An Innereien wie beispielsweise Herz, Leber und Milz hab ich mich noch nicht heran getraut. Ich hab nur gelesen, dass man Innereien maximal 1x pro Woche verfüttern sollte.

Knochen sollten auch immer mal wieder auf dem Speißeplan stehen. Ersten weil der Hund sich so sein Kalzium holt, dass er braucht, zweitens weil er so auch seine Zähne putzen kann, da er den Knochen abnagt. Dabei muss nur erwähnt werden, dass Knochen stopfen, und bei zu viel Knochengabe Verstopfungen drohen. Also eher weniger, als zu viel Knochen.
Weiche Kalbsknochen oder Hühnchenknochen, die nicht zu groß sind eignen sich perfekt dazu. Diese kann Euer Hund auch ganz futtern. Ihr solltet nur dabei sein wenn Euer Hund Fleisch mit Knochenanteil bekommt und ihn im Auge behalten. Nicht das er doch den Knochen zu schnell runter schlingt, und dann Probleme bekommt. Große Röhrenknochen solltet ihr Eurem Hund nicht anbieten, da die Knochen beim Verzehr die Speißeröhre oder den Darm verletzen können.
Da ich selber eher vorsichtig bin, gebe ich als Alternative zerstoßene Eierschale. Ganz klein gemörsert und über´s Futter gegeben bekommt Paul so das Kalzium, dass er braucht, und ich muss mir keine Gedanken machen, dass er sich verschluckt. Damit Paul auch immer saubere Zähne hat, darf er an Rinderhautknochen nagen, die man im handelsüblichen Hundebedarfsshop bekommt.

Fisch könnt ihr Eurem Hund natürlich auch verfüttern. Ich selber habe Fisch noch nicht verfüttert, aber durch sein Omega-3-Fettsäuren ist Fisch auch eine sehr gesunde Variante von Fleisch.
Rotbarsch, Kabeljau und Schollen sind eher fettarme Fischsorten. Das geht dann auch nicht sofort auf die Hüfte. Forelle und Karpfen sind auch empfehlenswert.

Heringe, Sardinen und Makrelen sind die eher fettreicheren Fische. Sie können natürlich auch verfüttert werden, allerdings würde ich dabei etwas auf die Portionsgröße achten, ihr wollt ja eine Moppelchen als besten Freund neben Euch liegen haben, oder?

Das Fleisch bekommt ihr entweder in den meisten Baumärkten die eine Tiernahrungsabteilung haben, in Barf-Shops, oder ihr habt einen Fleischer Eures Vertrauens, und fragt ihn nach Fleischabfällen. Der Fleischer wird wahrscheinlich glücklich sein, dass er die Fleischabfälle los ist, die er sowieso nicht verkaufen kann, und ihr habt Eure Futterportionen für Euren Liebling.

Ich portionniere mir das Fleisch immer in Gefrierbeutel, und friere diese dann ein, dann muss man nicht immer vom großen, gefrorenen Block was abschlagen, und so 2-3 Tage hält das Fleisch auch in aufgetautem Zustand im Kühlschrank aus, ohne das es verdirbt.

So, ich glaub jetzt hab ich Euch schon mal einige Ideen zum Thema „Barfen- welches Fleisch?“ gegeben. Ich hoffe ihr könnt damit was anfangen. Demnächst werd ich dann noch zu den anderen Komponenten im Futternapf was posten, damit ihr Euch einen guten Überblick schaffen könnt.

XOXO

Jule

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