Haare rot-braun färben mit Zwiebelschalen

Ich bin seit einiger Zeit – u.a. aufgrund einiger gesundheitlicher Probleme im letzten Jahr – darauf bedacht, meinem Körper so wenig Schadstoffe wie möglich zuzumuten.

Bei der Ernährung heißt dies so wenig verarbeitete Lebensmittel & Fast Food wie möglich sowie keine Soft Drinks.  Im Bereich Kosmetik & Beauty versuche ich auch, auf natürliche DIY-Kosmetika umzusteigen.

In manchen Bereichen war dies überraschend einfach (Bodylotion / Deodorant / Zahnpasta), doch was tun beim Haarefärben?

Handelsübliche Colorationen sind wahre Chemie-Keulen! Nicht ohne Grund sollen u.a. Frauen während Ihrer Schwangerschaft auf das Haarefärben verzichten. Auch ohne Schwangerschaft war ich insofern interessiert an natürlichen Haarfärbe-Alternativen.

Online stieß ich auf den Hinweis, dass man mit dem Sud ausgekochter Zwiebelschalen Haare rot-braun colorieren könne. Na das musste ich ausprobieren!

Zutaten (für kurze Haare; bei langen Haaren die Zutaten ggf. verdoppeln / verdreifachen):

  • 1 Handvoll der trockenen Außenschalen von Gemüsezwiebeln (bekommt man bei Nachfragen gratis vom netten Gemüsestand-Inhaber auf dem lokalen Wochenmarkt)
  • 2 Eigelb
  • 200 ml Wasser

Zwiebelsvhalen-Coloration

 

Zwiebelschalen und Wasser in einen Topf geben und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Am Ende sollte der Süd auf ca. die Hälfte der Flüssigkeit eingekocht und die Farbe des Suds rötlich-braun sein.

 

Den Sud abkühlen lassen. Dann mit den Eigelb vermischen, so dass eine Art Paste entsteht.

Haare waschen und die Coloration auf die handtuchtrockenen Haare auftragen. Den Kopf mit Klarsichtfolie oder einer alten Plastiktüte abdecken und ein Handtuch darum wickeln. Der Kopf sollte warm gehalten werden, dann kann die Coloration besser einziehen. Lasst die Coloration ca. 40 Minuten einziehen; mit lauwarmem Wasser auswaschen.

Bei meinem Versuch war noch zu viel Flüssigkeit übrig, so dass meine Coloration sehr flüssig war und nicht richtig im Haar haften konnte. Trotzdem bilde ich mir ein, nun einen leichten Rot-Braun-Stich in meinem zuletzt vor 1 Monat gefärbtem Haar zu haben.

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Was denkt Ihr? Die Farbe hat bestimmt nicht den Farb-Effekt gekaufter Chemie-Keulen,  aber damit kann ich persönlich gut leben, solange alles naturbelassen ist. Zudem könnte ich die Coloration ggf. morgen gleich nochmal wiederholen, falls ich eine intensivere Färbung möchte – aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe ist das kein Problem. Das Eigelb pflegt die Haare sogar!

Und folgende Punkte sollten nicht unerwähnt bleiben: der Ganze Spaß hat mich unter 1€ gekostet, insgesamt knapp 2 Stunden Zeit und es entstand kein Müll (bis auf Eierschale und ausgekochter Zwiebelschalen – beides kompostierbar)!

Zur “Haltbarkeit” der Coloration kann ich noch nichts sagen, aber bisher ist mein Fazit: easy, kostengünstig, zero (plasic) waste,  gut für mich, da keine Chemie – I like it!

B.A.R.F – Was kann in den Napf – was nicht ? Zusätze und Nahrungsergänzungsmittel

Hi ihr Lieben,

nachdem ich nun schon viel über die Bestandteile im Barf-Napf geschrieben habe, fiel mir noch ein, dass ich die Pulverzusätze nicht vergessen darf.

Als ich mit dem Barfen anfing, hatte ich zuerst Bedenken, ob Paul mit dieser Fütterungsmethode auch alle Mineralstoffe, Vitamine, etc. bekommen würde. Da man ja selber dafür sorgen muss, dass das Fleisch mit den richtigen Zusätzen versehen ist, damit der Hund rundum versorgt ist, hatte ich zuerst schon bedenken.

Als mir meine Tierärztin dann aber versicherte, dass man nur darauf achten muss, dass man regelmäßig, am Besten täglich die Nahrungsergänzungsmittel untermischt, und nicht total vergisst, war mir etwas wohler zu Mute. Hunde sind durch ihren Stoffwechsel daran gewohnt Depots anzulegen, damit sie eventuelle Überversorgung, bzw. Unterversorgung über kurze Zeit auszugleichen. Bei einer Überversorgung wird das zu Viel einfach ausgeschieden, bei einer kurzzeitigen Unterversorgung werden die im Körper angelegten Depots genutzt.

Ich benutze schon von Anfang an folgende Nahrungsergänzungsmittel:

Heilerde, Spirulina-Tabletten, Bierhefe, Hagebuttenpulver und ein komplett Barfzusatz, den ich auch ab und an mal unters Futter mischen.

Heilerde ist reich an Mengen- und Spurenelementen (z. B. Magnesium, Kalzium, Phosphor, Kalium, Eisen, Kupfer und Zink. Sie entschlackt, entgiftet und saniert den Darm. Ich finde Heilerde echt toll für den Körper, weil die Nieren durch die Entgiftung entlastet werden.

Spirulina ist eine Meeresalge und man kann sie meistens nur in Tablettenform kaufen. Sie erhält viel Vitamin-C, Mengen- und Spurenelemente, Chlorophyll und dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren. Spirulina hilft genauso wie Heilerde bei der Entgiftung von Leber und Nieren, und bringt das Immunsystem in Gang.

Genauso ginge auch Chlorella. Das ist eine Süßwasseralge aus Asien. Allerdings ist Chlorella viel schwieriger im normalen Handel zu finden, als Spirulina. Chlorella sorgt allerdings für volle Power, da sie die Zellen mit Sauerstoff versorgt.

Bierhefe wird von den meisten Tierärzten auch empfohlen, genauso wie Hagebuttenpulver, was auch ein absoluter Vitamin-C Garant ist. Beides unterstützt das Immunsystem und die Verdauung. Also perfekt, wenn man dem Wauzi was Gutes tun möchte.

Natürlich kann man aber auch einfach in den nächsten Barf-Laden oder in den Baumarkt in die Haustier-Futtermittel Abteilung spazieren, und sich einen Komplett-Barf-Zusatz beispielsweise von AniForte – B.A.R.F Complete besorgen. Da ist dann auch meist alles enthalten, was an Zusätzen im Futternapf enthalten sein sollte.

Noch ein kurzes Wort zu Paul´s Lieblings-Leckerchen dem Honig. Ein Klecks Honig kann ab und an auch mal über das Futter gegeben werden. Durch seine antibiotische Wirkung kann es bei Appetitlosigkeit, Ermüdung, Blutarmut und als Anregung des Stoffwechsels verwendet werden. Man kann es auch als Wund- und Hautpflege verwenden, allerdings ist es auf die Haut aufgetragen eine eher ekelig, klebrige Angelegenheit. Dann doch eher  übers Futter.

 

So, fehlt noch was? Ganz bestimmt gibt es noch ein oder zwei Dinge mehr, die man noch verwenden könnte, allerdings kommt ihr mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln schon gut über die Runden. Lasst euch bei den Nahrungsergänzungsmitteln am Besten nochmals in einem Barf-Shop informieren. Somit seit ihr auf der richtigen Seite.

Viel Spaß.

XOXO

Jule

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Zero Waste – Müllvermeidung im Alltag

Seit einiger Zeit lese ich regelmäßig die lehrreichen Blogs der Zero Waste-Pioniere Bea Johnson (Zero Waste Home) und Lauren Singer (Trash is for Tossers). Zwar zähle ich bestimmt nicht zu den fanatischen Vertretern des Zero Waste-Lifestyles, doch inspirieren diese beiden Frauen mich sehr, zeigen Sie doch auf, wie viel eine einzelne Person durch minimale Veränderungen im alltäglichen Konsumverhalten bewirken kann.

Dermaßen inspiriert habe ich Schritt für Schritt einige Maßnahmen zur Müllvermeidung ausprobiert und freue mich sagen zu können, dass Sie mir in Fleisch und Blut übergegangen sind und zudem noch Spaß machen!

Abgesehen von den typischen Stoffbeutel-statt-Plastiktüten-beim-Lebensmitteleinkauf -Tipps habe ich hier ein paar Beispiele,  wie ich jeden Tag durch minimales Umdenken Müll vermeide:

MASON JAR statt COFFEE-TO-GO-BECHER

20160201_074623Ausgangspunkt hierzu war der Blog von Lauren Singer und das Schulprojekt der Tochter einer Freundin. In einer 1-monatigen Recherche wurde ich gebeten, jeden Tag zu dokumentieren, ob und wenn ja wie viele Coffee-to-go-Becher namhafter Kaffee-Ketten ich nutzte (und dann wegwarf). Schon nach der ersten Woche war ich entsetzt, bin ich doch ein ziemlicher Kaffee-Junkie, der sich regelmäßig morgen auf dem Weg ins Büro / mittags nach dem Mittagspause / beim Shoppen einen Coffee-to-go holte.

Also kaufte ich mir ein Mason Jar mit Schraubverschluss (siehe Foto). Seitdem habe ich den verschließbaren Glasbehälter fast jeden Tag in meiner Handtasche dabei und kann mir meinen Coffee-to-go müllfrei mitnehmen. Die meisten Coffee Shops reagieren auf meine Anfrage, mir den bestellten Kaffee in meine gläserne Tasse abzufüllen recht positiv; einige Kaffeeketten geben 20 – 40 Cents Rabatt für mitgebrachte Kaffeebecher.

Und nicht nur für Kaffee ist das Mason Jar gut: Eistees,  heiße Schokoladen oder Bohlen – jegliche Flüssigkeit kann sicher transportiert werden.

BÜGELGLAS statt PLASTIK-SALATSCHALE

Inspiriert durch tolle Pinterest-Bilder von Schichtsalat Variationen in Glas-Behältern habe ich mir ein großes Glas-Bügelglas gekauft (ca. 1l). Damit bin ich versuchsweise zu meinem Lieblings-Orientalen gestiefelt, von dem ich mir mittags gerne einen Salat mit diversem Gemüse,  Bulgur & Hähnchen-Fleisch hole. Doch statt in der typischen Plastik-Schale bat ich diesmal darum, mir den Salat frisch in den Glasbehälter zu füllen. Meinem Wunsch wurde sofort entsprochen und inzwischen grinsen die Mitarbeiter schon, wenn ich mittags mit meinem Glasbehälter dort auftauche.

20160203_124338-1Auch asiatische Suppen und Nudelgerichte habe ich mir schon in den Glasbehälter füllen lassen. Als Vorwand diente meist eine Reise und der bessere Transport im stabileren Glas-Behälter, doch wäre der Verweis auf die Vermeidung von Müll bestimmt der Beste.

Nach Verwendung wasche ich den Glasbehälter im Büro aus und lasse ihn dort stehen, bereit für den nächsten Einsatz. In einer Woche vermeide ich so geschätzt 2-4 Plastikverpackungen von Mittagessen. Aufs Jahr gerechnet kommt da schon ein ganzer Müllberg zusammen!

So einfach,  so Zero Waste! Und schön anzuschauen ist der Salat zudem noch!

SEIFENBLOCK ststt SPÜLMITTEL IN PLASTIKFLASCHEN

Seit meinem letzten Südfrankreich-Urlaub kaufe und benutze ich kein Spülmittel mehr für den Geschirr-Abwasch. Wie vielleicht schon erwähnt bin ich ein Seifenmädchen. Ich liebe Seife in jeglicher Form, nutze seit Jahren nur Seife statt Duschgel/Gesichtsreiniger – und jetzt eben auch für den Abwasch.

Dafür habe ich mir anlässlich der Besichtigung der tollen Seifenfabrik MARIUS FABRE ein flaches Stück Olivenseife gekauft. Das auf dem Foto abgebildete Stück stammt aus dem Restbehälter (= Überschuss nach dem Zuschneiden der kleinen Seifenstücke aus dem großen Seifenblock; diesen Überschuss gibt es in der Fabrik per kg zu kaufen). Durchbohrt und mit Hilfe einer Kordel über meinem Waschbecken befestigt, dient es bei jedem Abwasch als idealer Spüli-Ersatz.  Die Seife löst Fettschmutz ideal und reicht ewig! Mein Seifenstuück nutze ich seit nun fast 6 Monaten – und ich habe noch genug für geschätzt 1 – 1,5 Jahre! Wie viele Plastik-Spüliflaschen das wohl spart?

Einziger “Nachteil”: Beim Abtropfen bleiben minimal mehr Wassertropfen auf dem Geschirr,  es muss mehr nachpoliert werden.

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HOLZBÜRSTE STATT SPÜLSCHWÄMMCHEN

Ergänzend zum Seifenblock habe ich mir vor kurzem eine Spülbürste aus Holz gekauft. Zudem habe ich ein Holz-Topfschwämnchen/-bürste gefunden mit härteren Borsten für hartnäckigere Verschmutzungen.

Mit der Spülbürste lässt sich auf dem Seifenblock ein toller Schaum erzeugen,  mit dem Teller,  Gläser & Geschirr blitzeblank werden.

Ergänzt durch ein waschbares & saugstarkes Küchentuch vermeide ich so siffige und unhygienische Wegwerf-Schwämmchen.

WENIGER MÜLL IM BADEZIMMER

Auch im Badezimmer lässt sich Müll gut vermeiden.

Wie schon erwähnt, nutze ich z.B. seit Jahren Seife statt in Plastikflaschen angefülltes Duschgel. Seife weist meist viel weniger Verpackung auf und kann teilweise auch verpackungsfrei gekauft werden.

Auch bei der Haarwäsche bin ich auf Seife umgestiegen, hier nutze ich zurzeit eine Haarseife sowie einen festen Conditioner von LUSH.

Wie in meinem Blog-Beitrag über Kokosnussöl erwähnt nutze ich dieses als Body Lotion. Im Liter-Glas im Bioladen um die Ecke gekauft und den Glas-Behälter als Lebensmittel-Aufbewahrung wiederverwendet, entsteht kaum bis kein Müll.

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Eine weitere Option der Müllvermeidung ist das Selbermachen (DIY). So habe ich inzwischen mein eigenes Deodorant sowie meine eigene Zahnpasta hergestellt (beides auf Kokosnussöl – Basis,  die Anleitungen hierzu folgen bei Gelegenheit). Bei dieser selbstgemachten Kosmetika weiß ich,  was drin ist, sie funktioniert teilweise besser, als handelsübliche Produkte (Deodorant!!!), sie kosten viel weniger und ich verursache keinen Müll durch Zahnpasta-Tuben oder Deodorant-Roller/-Sprühdosen.

Ein weiterer Müll-Vermeidung – Tipp für alle Frauen: statt Tampons auf Menstruationstassen umsteigen. Diese OB-Alternativen erlangt in Deutschland erst langsam Bekanntheit – dennoch handelt es sich um eine tolle, müllfrei Alternative zu doppelt und dreifach in Plastik eingepackt Einmal-Binden oder Tampons. Die kleine flexible Silikon-Tasse wird dabei wie ein Tampon eingeführt und fängt das Menstruationsblut auf. Die Tasse muss regelmäßig geleert werden, wird dann ausgewaschen und kann sofort wieder eingesetzt werden.

Eine Menstruationstasse muss laut Herstellerangaben ca. alle 10 Jahre ersetzt werde. Zwar sind die einmaligen Anschaffungskosten von 25 € etwas höher, doch rechnet sich die Tasse durch den kompletten Verzicht auf OBs,  Binden oder Ähnliches innerhalb kürzester Zeit. Bedenkt man zudem den vermiedenen Müll,  ist die Entscheidung für dieses Produkt meines Erachtens sehr schnell getroffen.

Zu Kaufen gibt es entsprechende Modelle in gut sortierten Bio-Läden oder online (z.B. über Amazon).

ONLINE-FAHRSCHEIN statt PAPIER-TICKET

In vielen Städten werden inzwischen statt oder zusätzlich zu am Automaten zu kaufende Fahrscheine aus Papier Online-Tickets angeboten. Solche Papiertickets nutzen  wir dann wie lang? Die 20 Minuten für den Weg ins Büro. Und danach? Ab in den Müll.

Das muss doch besser gehen. Und das tut es:

London nutzt die aufladbare OSTEN CARD,  die wie eine Geldmarkt funktioniert.  In Hamburg kann man die Fahrkarte per Smartphone kaufen und auf sein Smartphone laden. Hier werden als Anreiz sogar 3% Kostenersparnis gegenüber dem Kaufpreis am Automaten gewährt. Geld gespart & Papiermüll vermieden!

Alternativ empfehle ich, wenn möglich auf das Fahrrad umzusteigen. Der morgendliche Weg ins Büro entlang an Kanälen und der Hamburger Außenalster ist eins meiner Tageshighlights! Die frische Luft und ggf. erste Sonnenstrahlen heben die Laune,  man tut schon mal was für seine Gesundheit und kommt gut gelaunt und total wach im Büro an. Keine gedrängt vollen und total überheizten U-Bahnen, kein Gedränge, keine nervtötende Parkplatzsuche. Keine Papier-Fahrtscheine – kein Müll!

LEBENSMITTELEINKAUF

Hier wird es kniffelig. Zwar würde ich gerne dem Beispiel von Bea Johnson folgen und meine Lebensmittel ab sofort nur noch in Glasbehälter anfüllen lassen, doch stellen sich die meisten Supermärkte hier aufgrund von Hygienevorschriften quer. Zwar werden teilweise schon vereinzelt trockene Lebensmittel wie z.B. Nüsse in immer mehr Supermärkten lose angeboten, doch gibt es hier noch viel Spielraum nach oben. So bekommt man grammweise Nudeln,  Erdnüsse oder Literweise Waschmittel bisher in Deutschland erst sehr vereinzelt wie beispielsweise im wegweisenden Original Unverpackt-Laden in Berlin oder dem Twelve Monkeys in Hamburg.

Bis diese Bewegung im Supermarkt um die Ecke angekommen ist, kann ich jedoch in anderen Bereichen kleine Müllvermeidungsschritte machen, beispielsweise Orangen lose statt im Netz kaufen. Und warum müssen diese paar Orangen in jene dünnen Plastikbeutelchen gesteckt werden? Abwiegen geht bei groß-stückigem Obst und Gemüse auch ohne Plastiktüte.

Und warum nicht gleich auf dem tollen Wochenmarkt einkaufen gehen? Dort bekommt man tolles saisonales und regionales Obst und Gemüse direkt in seinen Einkaufskorb, sogar ohne diese hässlichen Abwiegen Aufkleber.

Jede Plastiktüte, jeder Aufkleber weniger zählt, right?!

 

Ich bin definitiv noch sehr weit von Zero Waste entfernt, aber wenn ich als Einzelperson es durch die oben genannten Maßnahmen es schaffe, wieviel… 10 – 15 kg Müll pro Jahr einzusparen (Mehr? Weniger?)? Was wäre dann möglich in 20 Jahren? Ein ganzer Mountain Everest an nicht-produziertem Müll?

Und wenn nur jeder 5. Mensch weltweit einige der oben aufgezählten Maßnahmen ebenfalls umsetzen würde und ebenfalls so viel Müll vermiede – wetten, dass wir selbst erstaunt wären, was wir damit alles erreichen könnten?

B.A.R.F – Was kann in den Napf – was nicht ? Eier und Milchprodukte

Hi ihr Lieben,

hier kommt ein weiterer Teil zum Thema Barfen. Dieses Mal möchte ich auf die Milprodukte und Eier zur Rohfleischfütterung eingehen.

Fangen wir mal mit den Eiern an.20160206_145341
Eier sind voll mit hochwertigem Protein und Fetten, essentiellen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu sind sie noch leicht verdaulich.
Ich behalte die Eierschale immer und gebe sie in einem Mörser ganz klein gestoßen über das Futter drüber. Eierschalen sind nämlich pures Kalzium und sind perfekt, wenn man nicht so oft, oder keine Knoche mitverfüttern möchte.
Ihr könnt auch ganze rohe Eier ab und an über das Futter drüber geben. Sie werden meistens sehr schnell von Euren Hunden aufgeschlabbert. Um Salmonellen abzutöten solltet ihr das rohe Ei mit Schale vor dem verfüttern ordentlich heiß abwaschen. Die restlichen eventuellen Bakterien werden spätestens im Hundemagen von der Magensäure abgetötet. Denn die Magensäure im Hund kann so Manches aushalten. Ein Mal pro Woche ein Ei, dann ist jeder Hund glücklich.

Bei den Milchprodukten war ich am Anfang ziemlich vorsichtig, da ich immer gehört hatte, dass Hunde keine Milchprodukte vertragen. Nach einigem Ausprobieren, kann ich sagen, dass es immer ganz darauf ankommt was man gibt und wie viel davon.
Kuhmilch würde ich nur dann verwenden, wenn ich das Gefühl habe, mein Hund hat Verstopfung, denn Kuhmilch verursacht in größeren Mengen meistens Durchfall. Ziegenmilch wird dagegen gerne aufgeschlabbert und ist auch nicht ganz so unverträglich.

In Sachen Milchprodukten bin ich absoluter Fan von Hüttenkäse geworden. Die kleinen weißen Körnchen sind eine 20160206_145323tolle leicht zu verdauende Eiweißquelle und er hat wenig Fett.
Genauso geht auch Frischkäse, den man zufüttern kann. Allerdings würde ich immer darauf achten, dass man nicht den Vollrahmfrischkäse verfüttert, sondern eher die etwas schlankere Variante.

Milder Hart- und Weichkäse wie beispielsweise Harzer Käse ist für die meisten Hunde in kleine Häppchen geschnitten eine absolute Delikatesse. Allerdings sollte man darauf achten, dass sie nicht von Haus aus zu sehr gesalzen sind, da diese Käsesorten dann meistens nicht so gut vertragen werden.

Naturjoghurt, Buttermilch oder Kefir ist auch eine super Komponente, die durch ihre Vitamine A, B und D und ihre lebenden Kulturen ein leicht verdauliche Eiweißquelle ist.
Quark ist eine pure Kalziumquelle, aber auch eine absolute Kalorienbombe. Also lieber nur in kleinen Portionen und nicht zu oft ins Futter geben.

Butter oder Butterschmalz habe ich bisher noch nicht gegeben, da es heißt, dass Butter in größeren Mengen abführend wirken sollen. Und wer will den schon einen Hund mit Durchfall.
Butterschmalz sei zwar gut verträglich, allerdings ist Butterschmalz auch eine Kalorienbombe. Also auch hier bitte nur in kleinen Portionen.
Das gleiche gilt für süße und saure Sahne. Ein Schuß kann gegeben werden, allerdings muß man darauf aufpassen, dass sie sich nicht sofort auf die Hüfte schlagen.

Ich glaube, jetzt hab ich fast Alles kurz erwähnt, was man im Milchprodukteregal kaufen kann. Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen.
Viel Spaß beim Barfen.

XOXO

Jule

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B.A.R.F. – Was kann in den Napf – was nicht? Obst und Gemüse

Hi ihr Lieben,

hiermit folgt der nächste Teil zum Thema Barfen. Nachdem ich schon das Thema Fleisch und Öle und Fette recht ausführlich beschrieben habe, widme ich mich heute dem Obst und Gemüse.

Durch die Fütterung von Obst und Gemüse bekommt der Hund viele Vitamine, Pflanzeneiweiße, Kohlenhydrate, Enzyme, Ballaststoffe und Mineralstoffe zugeführt.

Ca. 30 % der Tagesprotion sollte aus vegetarischer Kost bestehen. Da Hunde aber die Zellstrukturen von Pflanzen nicht aufbrechen können, da sie nicht die passenden Enzyme im Körper haben, sollte die pflanzliche Kost immer mechanisch behandelt werden, oder erhitzt werden. Entweder benutzt ihr dazu einen Mixer zum Kleinpürieren, oder ihr schmeißt das Obst und Gemüse kurz ins heiße Wasser, damit es weicher wird.
Damit Euer Hund die pflanzliche Kost auch gut verwerten kann, sollte immer auch etwas Öl zum Futter dazu gegeben werden, was die Verwertung und Verdauung unterstützt.

Ich habe mich in einigen Obst und Gemüsesorten schon ausprobiert, fangen wir mal mit dem Obst an.

Beim Obst sollte man generell immer die Schale, Kerne und Steine entfernen, da diese vom Hund nicht verwertet werden können oder gegebenenfalls giftig sein können (z. B. Aprikosenkerne, die Blausäure abspalten kann, die tötlich ist) . Auch reifes und überreifes Obst, kann gegeben werden, Hauptsache es schimmelt noch nicht. Aber je reifer, desdo wichtigere Enzyme enthält das Obst.

Ausprobiert habe ich schon Äpfel, Bananen, Birnen, Beeren (z. B. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Blaubeeren), Melonen – für die Paul sterben würde, Papays, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen, genauso wie Ananas, Datteln und Cranberries. Bei Ananas muss man nur aufpassen, dass man nicht zu viel füttert, da sie den Magen schnell übersäuern.

Ein Wort zu Weintrauben. Weintrauben genauso wie Rosinen sind absolut nichts für den Hund, da sie einen Inhaltsstoff enthalten, der Nierenschäden auslösen kann. Also gar nicht erst verfüttern !!!

Nun zum Gemüse. Folgende Gemüsesorten sind für den Hund gut verträglich:

Karotten, Fenchel, Radieschen, Rettich, rote Beete, oder Pastinaken. Karotten enthalten Carotin, Vitamine, 20160206_135437Mineralstoffe und Pektin, was das Immunsystem auf Trab hält. Fenchel enthält viel Vitamin-C. Bei der roten Beete sollte man nicht zu viel auf einmal füttern, da sie Kalcium bindet. Aber in Maßen sind sie gut verträglich.
Pastinaken habe ich erst du Paul wieder entdeckt. Sie sind sehr eiweißreich, enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe.
Alles Wurzelgemüse bis auf die Karotten und die Radieschen koche ich immer, da das Gemüse für Eure Wauzis dann viel verträglicher ist als im rohen Zustand.

Kürbis, Gurke und Zucchini sind auch super zum Verfüttern geeignet. Kürbis kaufe ich im Herbst meistens schon in klein geschnibbelter Form, dann nur noch mal kurz ins heiße Wasser geschmissen, und kurz 2-3 Minuten gekocht. Dann hat man ein gutes Mittel bei Verstopfungen.
Gurken sind Pauls absolutes Lieblingsgemüse. Er würde dafür morden. Sie sind energiearm aber auch harntreibend. Falls die Schale zu bitter schmeckt, schält sie einfach, dann könnt ihr die Gurke immer noch verfüttern.
Zucchini hab ich erst vor ca. 4 Wochen ausprobiert, finde dies aber ein super Gemüse. Sie enthalten viel Vitamin B1, Schleim- und Bitterstoffe und Mineralstoffe. Allerdings sollten Zucchini immer geschält werden, da die Schale Stoffe enthalten, die für Hunde nicht verträglich sind.

Blattgemüse ist auch sehr gesund. Dazu gehören beispielsweise Kopfsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Blattsalat oder Chicoree, genauso wie Rucola, Lollo Rosso oder Romanasalat. Grüner Salat sind sehr vitaminreich, enthalten hochwertiges Eiweiß und Mineralstoffe. Ich mache aus dem Salat mit etwas Wasser und einem Öl einen Püriermix, dazu noch ein paar Karotten, und dann hat man einen für Hunde leckeren Gemüsebrei.
Man kann auch einfach Karottengrün oder Kohlrabiblätter (bitte nur die Blätter, die Stängel schon nicht mehr) aus dem Supermarkt einsammeln und mitpürieren.

Kohlsorten wie beispielsweise Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing oder Rosenkohl sind nicht geeignet für Hunde, da sie Blähungen auslösen. Ich lasse sie freiwillig weg, da ich nicht die ganze Zeit einen pupsenden Hund neben mir liegen haben möchte.

Tomaten, Paprika, Auberginen, Peperoni oder ungekochte Kartoffeln sollten nicht verfüttert werden da sie Giftstoffe enthalten, genauso wie Hülsenfrüchte wie beispielsweise Linsen, Erbsen oder Bohnen nicht verfüttert werden sollten, da sie Blähungen und Krämpfe auslösen können.
Süßkartoffeln oder normale Kartoffeln kann man verfüttern, allerdings immer nur im gekochten Zustand. Ich nehme wenn überhaupt mehlig kochende Kartoffeln, bin aber meistens sowieso bei anderem Gemüse angelangt.

Zwiebeln oder Lauchsorten sind auch absolut nichts für Hunde, da sie eine Anämie auslösen können. Also bitte gar nicht erst auf die Speißekarte !!!

So, hab ich was vergessen? Ich glaube nicht. Ich hoffe ihr habt nen guten Einblick bekommen, und könnt damit was anfangen.
Laßt euch einfach mal vom Supermarktangebot inspirieren und probiert die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten aus. Euer Hund wird Euch recht schnell selber zeigen was ihm schmeckt oder nicht.
See you soon !!!

XOXO

Jule

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B.A.R.F – Was kann in den Napf – was nicht ? Öle und Fette

Wenn ihr Euren Hund Barfen wollt ist es wichtig zum Futter eine weitere Komponente zuzufügen, nämlich die der Öle oder Fette. Diese sind Energieträger und Hunde können nur damit die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K im Körper verwerten. Da der Hund keine Fette und Öle selber im Körper produzieren kann, müsst ihr sie ausreichend zum Futter hinzugefügen.

Omega-6-Fettsäuren bekommt Euer Hund meistens ausreichend, indem er das portionierte Fleisch zu fressen bekommt. Dies gilt aber nicht für die essentiellen Fettsäuren. Indem ihr aber kaltgepresste native Öle zum Futter gebt, gewährleistet ihr hiermit, dass Eurer Schatz ausreichend versorgt ist. Bitte greift beim Kauf nicht zu raffinierten Ölen, denn darin sind die wichtigsten Nährstoffe durch die Herstellung zerstört worden.

Folgende Öle könnt ihr verwenden:

Leinöl, Hanföl, Walnussöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Rapsöl, Kürbiskernöl, Kokosöl oder auch Erdnussöl und Traubenkernöl.
Aber ihr könnt auch tierische Öle wie Lebertran oder Lachsöl verwenden (beinhalten wertvolles Omega-3). Da ich aber weiß, dass Paul allergisch gegen Fischöl ist, lass ich die Fischöle lieber weg.

Am Besten ist es, wenn ihr nicht immer die gleiche Ölsorte nehmt, sondern das Öl auch mal wechselt, damit ihr dem Hund eine ausgewogene Ernährung gewährleisten könnt. Bei der Dosierung müsst ihr etwas aufpassen. Ein Teelöffel am Tag reicht locker aus. Bei zu viel Ölgabe schlagen sich die Kalorien sofort auf die Hüften aus. Ihr werdet den Unterschied aber schon nach kurzer Zeit am Fell und der Haut eures Hundes sehen.

Bei den Fetten kann man entweder pflanzliche Fette füttern, wie beispielsweise Kokosfett (Paul´s favorit, aber auch sehr kalorienreich, also nur in kleiner Dosis) oder tierische Fette wie beispielsweise Butterschmalz, Gänseschmalz oder Schweineschmalz.

Also, probiert die verschiedenen Sorten einfach mal aus, aber denkt daran, auf die Dosis zu achten, da es sonst sehr schnell auf die Hüften geht.
Viel Spaß dabei.

XOXO Jule

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B.A.R.F. – Was kann in den Napf – was nicht ? Fleisch

Hi ihr Lieben,

nachdem ich gestern Paul´s Krankheitsgeschichte gepostet habe, und wie er mit dem Barfen seine Allergien los wurde, kam mir heute morgen, dass es noch nice sein könnte, wenn ich hier auch ausführe welche Lebensmittel zum Barfen verwendet werden können.

Bin selber noch am Erweitern und Ausprobieren wenn ich mal wieder neue Früchte oder Lebensmittel eingekauft habe, aber da ich schon so Manches ausprobiert habe, kann ich diese Erfahrungen ja schon mal weitergeben.

Mit was fangen wir an. Am Besten mit dem Fleisch !!!!

Das Fleisch sollte immer die Hauptkomponente im Hundenapf darstellen. Klar kann man auch mal ein oder zwei Tage nur vegetarische Kost in den Napf geben, aber danach wieder Fleisch mit untermischen. Um den täglichen Eiweißbedarf abzudecken, sollten ca. 20 % der Futterration aus rohem Fleisch, oder z. B. Hüttenkäse bestehen. Hüttenkäse ist für mich eine gute Alternative, wenn ich gerade mal vergessen habe die Fleischportion aufzutauen, Paul aber trotzdem seine Eiweißportion zuführen möchte.

Im Barf-Shop besorg ich ab und an Knorpel mit Fasern, Sehnen und Fett, da sie viele Mineralstoffe beinhalten.

Ansonsten gibt es im Handel fast Alles was das Hundeherz begehrt. Ich habe in Sachen Fleisch bisher Rind- und Kalbsfleisch verfüttert, genau wie Lamm, Pferd, Kaninchen genauso wie Hünchenfleisch.

Absolut die Hände weglassen sollte man von rohem Schweinefleisch !!!!
Rohes Schweinefleisch, egal ob nun vom normalen Schwein oder vom Wildschwein kann den Aujeszky-Virus in sich tragen, und der kann tötlich sein. Also Finger weg von Schweinefleisch, denn man will seinem Liebling ja nichts geben, was ihn gefährden könnte, oder?

Da Paul beispielsweise gegen Putenfleisch allergisch ist, kann ich dieses Fleisch einfach ausschließen, und schon hab ich dieses Problem nicht mehr. Putenfleisch könnt ihr aber natürlich trotzdem verfüttern.

Eine absolute Delikatesse für Paul ist Rindermagen, grüner Pansen genannt. Dazu eine kleine Ausführung. Wenn ihr grünen Pansen verfüttert bekommt euer Hund die Mineralstoffe und Vitamine die er braucht. Grüner Pansen ist der Magen samt Inhalt von Kühen.
Bei grünem Pansen wird euer Hund nen Salto rückwärts machen, da er grünen Pansen so lecker findet. Allerdings muss ich zugeben, dass grüner Pansen schon im gefrorenem Zustand müffelt wie 20 Stinktiere, die ne Party feiern. Und nun stellt Euch den grünen Pansen im aufgetauten Zustand vor. Ich glaub mehr muss ich nicht erzählen, oder?
Also geht nur eins. Entweder ihr habt die Möglichkeit grünen Pansen irgendwo draußen zu füttern, oder ihr macht von Anfang an die Fenster sperrangelweit auf und klemmt Euch ne Nasenklemme auf die Nase…
2x pro Woche verfüttert, damit seit ihr an Eurem Schnüffel-Geruchslimit angelangt, und Euer Hund hat Alles was er braucht.

An Innereien wie beispielsweise Herz, Leber und Milz hab ich mich noch nicht heran getraut. Ich hab nur gelesen, dass man Innereien maximal 1x pro Woche verfüttern sollte.

Knochen sollten auch immer mal wieder auf dem Speißeplan stehen. Ersten weil der Hund sich so sein Kalzium holt, dass er braucht, zweitens weil er so auch seine Zähne putzen kann, da er den Knochen abnagt. Dabei muss nur erwähnt werden, dass Knochen stopfen, und bei zu viel Knochengabe Verstopfungen drohen. Also eher weniger, als zu viel Knochen.
Weiche Kalbsknochen oder Hühnchenknochen, die nicht zu groß sind eignen sich perfekt dazu. Diese kann Euer Hund auch ganz futtern. Ihr solltet nur dabei sein wenn Euer Hund Fleisch mit Knochenanteil bekommt und ihn im Auge behalten. Nicht das er doch den Knochen zu schnell runter schlingt, und dann Probleme bekommt. Große Röhrenknochen solltet ihr Eurem Hund nicht anbieten, da die Knochen beim Verzehr die Speißeröhre oder den Darm verletzen können.
Da ich selber eher vorsichtig bin, gebe ich als Alternative zerstoßene Eierschale. Ganz klein gemörsert und über´s Futter gegeben bekommt Paul so das Kalzium, dass er braucht, und ich muss mir keine Gedanken machen, dass er sich verschluckt. Damit Paul auch immer saubere Zähne hat, darf er an Rinderhautknochen nagen, die man im handelsüblichen Hundebedarfsshop bekommt.

Fisch könnt ihr Eurem Hund natürlich auch verfüttern. Ich selber habe Fisch noch nicht verfüttert, aber durch sein Omega-3-Fettsäuren ist Fisch auch eine sehr gesunde Variante von Fleisch.
Rotbarsch, Kabeljau und Schollen sind eher fettarme Fischsorten. Das geht dann auch nicht sofort auf die Hüfte. Forelle und Karpfen sind auch empfehlenswert.

Heringe, Sardinen und Makrelen sind die eher fettreicheren Fische. Sie können natürlich auch verfüttert werden, allerdings würde ich dabei etwas auf die Portionsgröße achten, ihr wollt ja eine Moppelchen als besten Freund neben Euch liegen haben, oder?

Das Fleisch bekommt ihr entweder in den meisten Baumärkten die eine Tiernahrungsabteilung haben, in Barf-Shops, oder ihr habt einen Fleischer Eures Vertrauens, und fragt ihn nach Fleischabfällen. Der Fleischer wird wahrscheinlich glücklich sein, dass er die Fleischabfälle los ist, die er sowieso nicht verkaufen kann, und ihr habt Eure Futterportionen für Euren Liebling.

Ich portionniere mir das Fleisch immer in Gefrierbeutel, und friere diese dann ein, dann muss man nicht immer vom großen, gefrorenen Block was abschlagen, und so 2-3 Tage hält das Fleisch auch in aufgetautem Zustand im Kühlschrank aus, ohne das es verdirbt.

So, ich glaub jetzt hab ich Euch schon mal einige Ideen zum Thema “Barfen- welches Fleisch?” gegeben. Ich hoffe ihr könnt damit was anfangen. Demnächst werd ich dann noch zu den anderen Komponenten im Futternapf was posten, damit ihr Euch einen guten Überblick schaffen könnt.

XOXO

Jule

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B.A.R.F – wie mein Hund seine Allergien los wurde

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Jule, und ich möchte hier ein wenig über meinen Hund Paul und seine gesundheitlichen Probleme erzählen, und wie ich sie durch das Füttern mit biologisch, artgerechtem rohem Futter (B.A.R.F) weitesgehend in den Griff bekommen habe.

Aber erst einmal von Anfang an. Ich bekam Paul mit ca. 12 Wochen als Welpen. Er war wirklich ein kleiner süßer Mopsrüde. Ziemlich schnell bekam Paul allerdings durch die Fütterung mit normalem Welpen-Trockenfutter und Welpen-Nassfutter Durchfall, der zwar immer wieder durch Schohnkost in den Griff zu bekommen war, aber nach einiger Zeit erneut auftrat.

Der Tierarzt meinte damals, dass es daran länge, dass Paul die Großstadt und deren Keime und Parasiten nicht gewohnt sei. Da Paul mein erster Hund ist, wusste ich es nicht anders, und so vertraute ich dem Tierarzt. Noch dazu fiel mir auf, dass Paul an den Unterschenkeln, am Bauch, an der Brust, und auf der Stirn immer mehr Haare verlor, und an manchen Stellen richtig kahl wurde. Dazu konnte sich der Tierarzt aber keinen Reim machen, und mir genau sagen, was das Problem war.
Nachdem ich mehrmals beim Tierarzt wegen Durchfallgeschichten war, entschied ich mich, eine Kotprobe ins Labor zu schicken und diese untersuchen zu lassen. Dabei kam heraus, dass Paul nach Aussagen des Tierarztes zu wenig gute Darmbakterien hätte und deswegen das Futter meistens in flüssiger Form ausgeschieden werden würde.

Paul wurden Tropfen verschrieben, die über ein halbes Jahr zum Futter gegeben werden sollten, damit die Darmflora positiv beeinflusst werden würde. Diese Tropfen zeigten auch gute Wirkung und ich hatte auch das Gefühl, dass die Haare langsam wieder anfingen zu wachsen. Dies war aber ein Trugschluss.
Der Durchfall war zwar nicht mehr da, aber die Haare wuchsen nicht wieder neu nach.
Ich fragte den Tierarzt auch danach, ob mein Hund vielleicht futterallergisch reagiert, der Tierarzt verneinte meine Frage aber mit der Aussage: „Nein, das habe ich abgeklärt.“

Ich ging trotz immer wieder auftretenden Problemchen weiterhin zum gleichen Tierarzt, blieb im Hinterkopf aber immer unzufrieden, da ich mir mir sicher war, dass der Haarausfall ja irgendetwas zu bedeuten hatte… ich hätte vielleicht auf mein Bauchgefühl hören sollen… aber manchmal hört man halt nicht auf seine Intuition…

Nach ca. 2 Jahren zogen Paul und ich in einen anderen Stadtteil. Somit konnten wir auch nicht mehr zum bisherigen Tierarzt gehen. Ich fand relativ schnell eine neue Tierärztin, die Paul wie den ersten Tierarzt, abgöttisch liebt. Bei unserem ersten Antrittsbesuchs bei der neuen Tierärztin sprach sie mich sofort auf die kahlen Stellen im Fell an, und was der vorherige Tierarzt dazu gesagt hätte. Ich erzählte der Tierärztin dann Pauls bisherigen “Krankheitsverlauf” und nach der ausführlichen Erzählung riet sie mir zur Entnahme einer Haarprobe. So könne man recht schnell erfahren, was dem Hund fehle.

Nach zwei Tagen bekam ich von der Tierärztin einen Anruf, in dem sie mich bat, mit Paul nochmals zu ihr zu kommen, da sie bei der Haarprobe festgestellt hatte, dass Paul positiv auf Pestizide und allergisch auf Bestandtteile von bestimmten Futtermitteln reagieren würde. Nach einem weiteren Bluttest kam dann heraus, dass Paul tatsächlich Pestizide im Blut hatte; er reagiert zudem allergisch auf gewisse Bestandteile handelsüblichen Hundefutters.

Ausgestattet mit einer Liste an Bestandteilen, auf die Paul allergisch reagierte, prüfte ich zu Hause die bisher verfütterten Nassfutter-Sorten und Hundeleckerlis. Wie die Tierärztin mir bereits erklärt hatte, stellte ich daheim mit Entsetzen fest, dass alle Hunderfutter-Herstellter nicht dazu verpflichtet sind auf ihrer Verpackungen zu schreiben, welche Zutaten in ihrem Hundefutter enthalten sind. So sei es für Normalsterbliche sehr schwierig nachzuvollziehen, um was es sich bei den grob formulierten Bestandteile des Hundefutters handele.

Etwas ratlos, was ich nun füttern sollte, fragte ich bei der Tierärztin nach, was ich Paul nun füttern könne. Sie riet mir, dass das Barfen wohl die Beste Lösung für Paul sei. Mit dem Barfen könne man selber bestimmen, was man dem Hund zum Fressen gibt, und selber auch darauf achten, wenn man gewisse Komponenten nicht verwenden darf, wie bei Paul.
Am gleichen Abend bestellte ich mir über Internet 2 Bücher über das Barfen von Hunden und las diese innerhalb von kürzester Zeit durch.
Nach 2 Tagen informativem Anlesen über´s Barfen waren meine anfänglichen Bedenken wie weggewischt und ich war vollauf begeistert. Ich kaufte die ersten Tiefkühlfleischpackungen aus dem Tierbedarf und stellte Paul innerhalb von 3 Tagen komplett auf´s Barfen um.

Ich deckte mich innerhalb der ersten Woche erfolgreichen Barfen´s nochmals aus dem Reformhaus bzw. einem Barf-Shop mit den Pülverchen (z. B. Bierhefe, Spirulina, Heilerde oder Hagebutten-Pulver) ein, die zum Fleisch/Gemüse/Obst dazu gegeben werden sollten, und seitdem habe ich immer wieder neue Dinge ausprobiert. Sei es nun im Probieren der verschiedenen Ölsorten, von verschiedenstem Gemüse oder Obst, oder Fleisch.

In Sachen Leckerlis bin ich dazu übergegangen entweder selber Hundekekse zu backen, oder getrocknetes Fleisch im Hundebedarfsladen zu kaufen. Denn ganz ohne Leckerlis geht´s auch bei meinem Wauzi nicht.

Seit ca. 4 Monaten wird Paul nun gebarft, und nach einem weiteren Bluttest hat die Tierärztin festgestellt, dass Paul keinerlei Allergien mehr zeigt.
Paul´s Haut ist viel besser geworden, und die Haare wachsen an den oben benannten Stellen auch wieder nach. Der Haarwuchs dauert zwar immer etwas länger, aber man sieht wirkliche Verbesserungen. Mein kleiner Nacktmulch bekommt endlich Haare….
Paul hat auch etwas zugenommen. War er vor der Futterumstellung eher etwas zu dünn, hat er nun etwas mehr auf den Rippen. Er ist aber trotz der Gewichtszunahme viel agiler, hat nur noch selten Mundgeruch, und die entweichenden Gase stinken auch nicht mehr ganz so heftig. Nur muss er in regelmäßigeren Abständen eine Wurmkur schlucken.

Auch meine anfänglichen Bedenken, dasy das Barfen sehr teuer werden könnte kann ich nicht bestätigen. Das Tiefkühlfleich kostet nicht viel, und wenn man sich einmal mit allen Pülverchen eingedeckt hat, halten diese wirklich lange, da man ja jeden Tag nur sehr wenig braucht. Gemüse oder Obst hat man ja eigentlich immer im Haus, und Bioabfälle, die man eigentlich wegschmeißen würde (z. B. Eierschalen, oder reifes Obst, das man selber nicht mehr essen würde) können dem Hund verfüttert werden. So bekommt der Hund die Mineralien oder Vitamine die er braucht.

Also, falls ihr, nachdem ihr meinen Blog gelesen habt, Lust bekommen habt Eurem Hund was Gutes zu tun (da er vielleicht auch ähnliche Symptome hat), dann lest Euch genauso ein wie ich, und seid erstaunt, wie dankbar Euer Schatz Euch sein wird.

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Backen für Dummies: die leichtesten Schoko-Brownies ever!

Okay, ich oute mich hier als ziemlicher Back-Versager. Irgendwie ist Backen nicht meins. Mir gelingt kaum ein Kuchen, Muffins werden so hart, dass man sie als Kanonenkugel nutzen kann … oder der Teig ist zu flüssig und versaut die Küche.

Daher war ich neugierig, ob ich diese Schoko-Muffins für Dummies hinbekomme. Das Gute: sie bestehen nur aus 2 Zutaten

  • 4 Eier
  • 1 Glas Nutella (ca. 350 g)

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Zubereitung:

Eier in einer Schale mit einem Rührgerät schaumig schlagen. Löffelweise die Schokocreme dazu geben. Teig in eine mit Backpapier ausgelegte, flache Backform geben und ca. 35 Minuten bei 180°C backen.

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Irre, aber es hat geklappt! Saftig-schokoladige Brownies mit nur 2 Zutaten! Zugegeben, die landen ggf. direkt auf der Hüfte, aber zumindest sind sie gluten-frei. Dummie-approved & freigegeben für die Schoko-Überdosis. Enjoy!

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My favorite beauty product: Kokosnussöl

Mein erster Blogeintrag – wie aufregend! Diesen will ich meinem Lieblings-Beauty-Produkt widmen, dem Kokosnussöl.

Entdeckt habe ich Kokosnussöl vor ca. 2,5 Jahren über einen Blog, den ich regelmäßig lese. Die Bloggerin schrieb begeistert von den Vorzügen und Anwendungsmöglichkeiten im Beauty- und Körperpflege-Bereich. Kokosnussöl als Haarkur?  Echt jetzt? Ich war nicht wirklich überzeugt.

Doch dann las ich online einen Artikel über Hautpflege, der angab, dass bis zu 80 % aller in einem Hautpflegeprodukt enthaltenen Inhaltsstoffe,  die wir auf die Haut auftragen, im Blutkreislauf landen. Gruselige Vorstellung,  oder?

Die Haut ist unser größtes Organ. Durchschnitt trägt ein erwachsener Mensch 1,8 qm Haut durch die Gegend. Die Textur der Haut ist fest genug, um unseren wasser-basierten Körper zusammen zu halten, jedoch auch durchlässig genug, um z.B. Schweiß durchzulassen.

Nur funktioniert das System eben auch anders herum: was auf der Haut ist, kann ggf. auch durch sie in den Körper gelangen. Nun, vielleicht nicht gerade grobkörnig Schmutz, aber mikroskopisch kleine Bestandteile einer Hautpflege-Creme schon.

Haben Sie jedoch schon mal geschaut, was beispielsweise in Ihrer Body Lotion drin ist, die sie jeden Morgen großzügig auf Ihre 1,8 qm Haut auftragen? Ich wette, einen Großteil der Inhaltsstoffe kennen Sie nicht, oder? Geht mir ebenso… ich jedoch wollte nicht Stoffe in meinen Blutkreislauf gelangen lassen, die ich nicht kenne.

Fazit: Eine Alternative zur Body Lotion musste her. Nur was? Nun, hier kommt wieder mein Freund, das Kokosnussöl, ins Spiel. Ich hatte auf besagtem Blog gelesen, dass die Verfasserin das Öl auch als Body Moisturer nutzt.

Gesagt – getan. Ich kaufte eine kleine Portion Kokosnussöl und cremte mich nach dem Duschen damit ein. Ich sollte wohl kurz erwähnen,  dass Kokosnussöl bei Temperaturen unter 25 °C weiß-milchig und fest ist, jedoch bei Kontakt mit der Haut aufgrund der Körpertemperatur schmilzt. Das Gefühl ist seidig weich,  der Geruch nur leicht kokosnussig. Vorsicht bei der Menge, man braucht wesentlich weniger als bei normaler Body Lotion. Schließlich wollen wir doch nicht glänzen, wie ein eingefettetes Weihnachtsschwein, right?

Das Gefühl danach war … gut. Weniger fettig, als ich dachte. Weniger klebrig, als so manche Marken-Body-Lotion (gerade im Sommer unangenehm).

Der Wow-Effekt kam am nächsten Morgen. Meine Hut war seidig zart. Das hatte ich mit gewöhnlichen Cremes nicht hin bekommen. Und – größter Vorteil für mich Geruchssensibelchen (aka: willst Du mich ärgern, schenkt mir einen Präsentkorb mit einer Mango-Handseife, einem Vanilleshampoo,  einer Cranberry-Bodybutter und einem Ananas-Lippenbalsam – pfui,  meine Nase winselt nach Erbarmen! ): kein Geruch! Natürlich kann man noch Belieben Duftstoffe zugeben. So schmelze ich gerne etwas Kokosnussöl und vermischen es mit z.B. Momoi-Öl (= Kokosnussöl mit thaitianischer Blütenduft). Oder nach Belieben Vanille, Zitrusfrüchte oder auch Lavendel.

Beim Kauf von Kokosnussöl sollte man auf folgende Dinge achten: Das Öl sollte bio angebaut worden sein, kaltgepresst und fair trade sein. In den meisten Bioladen findet man tolle entsprechende Produkte.

Ich selbst bin Fan des Bio-Kokosnussöls der Ölmühle Sollingen . Ich kaufe hier gerne das 1l- Bügelglas. Die Menge reicht bei mir 3-4 Monate;  die Bügelgläser nutze ich dann in der Küche als Aufbewahrungsbehälter für z.B. rote Linsen. Praktisch und auch noch dekorativ!

Über die vielen weiteren begeisternden und einfachen Nutzungsmöglichkeiten werde ich bei Gelegenheit in einem weiteren Post berichten.